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25.10.2019

Auf KO-Rundenkurs! Leider ohne Fan-Power

So muss es sein: Die Eintracht-Fans pushten die Eintracht-Profis gegen Standard Lüttich zum einem hart erkämpften 2:1-Heimsieg. Um so bitterer, dass beim Rückspiel dieser Support wegen einer UEFA-Strafe ausfällt. Fotos: Moni Pfaff

Torschütze und Publikumsliebling: Martin Hinteregger wuchtete den Ball vor der Eintracht-Fankurve zum vorentscheidenden 2:0 in die Maschen.

Schwieriger 2:1-Sieg über Lüttich – Rückspiel ohne Eintracht-Fans

Eintracht Frankfurt bleibt in der Europa League auf Kurs. Gegen Standard Lüttich kämpfen sich die Hessen zum 2:1-Sieg. Trainer Hütter ist trotz eines „fehlerhaften Spiels“ zufrieden. Nach dem durchwachsenen Auftritt beim mühevollen 2:1 (1:0)-Sieg gegen Standard Lüttich erstickte Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter aufkommende Kritik an seinen Schützlingen aber sofort im Keim.

„Keine Selbstverständlichkeit“

"Es war ein schwieriges Spiel. Standard hat diszipliniert gespielt, wodurch wir wenig Räume vorgefunden haben", analysierte Hütter die 90 Minuten. "Ich denke, wir müssen aufpassen, dass wir uns über Siege wie heute weiter freuen und sie nicht als Selbstverständlichkeit ansehen."

Abwehr-Hünen treffen

Besonders freute sich Hütter darüber, dass zwei Defensivkräfte für die verletzt fehlenden Stürmer Bas Dost und André Silva als Torschützen in die Bresche sprangen. "Es freut mich immer, wenn nicht nur Angreifer für die Tore zuständig sind", kommentierte der Eintracht-Trainer die Treffer von Kapitän David Abraham (Abstauber nach Kamada-Freistoß in der 28. Minute) und Martin Hinteregger (Kopfball in der 73. Minute).

Achtung: Direkter Vergleich

Dank des Heimerfolges liegt Vorjahreshalbfinalist Eintracht Frankfurt in der Gruppe F aktuell mit sechs Punkten hinter dem FC Arsenal (9) auf Rang zwei, der zum Weiterkommen reicht und drei Punkte vor Standart. Sollte die Eintracht allerdings in zwei Wochen das Rückspiel in Lüttich verlieren, könnte am Ende bei Punktgleichheit der direkte Vergleich zwischen den beiden Teams entscheiden. Das späte Gegentor durch den von insgesamt 5 Eintracht-Abwehrspielern nicht gedeckten Selim Amallah (82.) gab den vielen stimmungsvollen Lüttich-Fans – die sich im Stadion wie auch die SGE-Anhänger sehr diszipliniert verhielten – wieder Hoffnung, während Adi Hütter zugab darüber „verärgert“ zu sein. Ähnlich sah es Mittelfeldspieler Danny da Costa: "Das Gegentor tut weh, aber wir haben die Qualität, auch durch Punkte weiterzukommen und nicht auf den direkten Vergleich schauen zu müssen."

UEFA sprerrt SGE-Fans aus

In Lüttich müssen die Frankfurter auf die Unterstützung ihrer Anhänger verzichten, die nach mehreren Verfehlungen von der UEFA mit einem Zuschauerbann für zwei Auswärtsspiele belegt wurden. Nur gegen die Sperre für die Partie in London am 28. November wird die Eintracht Berufung einlegen, kündigte Vorstand Axel Hellmann an.

„Umdenken“ bei Provokation

Aktuell ist auch unter vielen Fans eine Diskussion entbrannt, die grundsätzlich zwei Argumentationsansätze liefert. Die eine Gruppe (Ultras Frankfurt) sieht in der Strafe als „Gieskannenprinzip dieser korrupten Typen von der UEFA“ weil diese Fans „pauschal bestrafen“, sich aber lieber „selbst mal mit den Umtrieben ihrer eigenen Funktionäre befassen sollten.“ Doch die UEFA werden die Ultras grundsätzlich nicht ändern können. Die Ultras stellen klar, dass beim Vorfall in Portugal eine „größere Gruppe Heimfans völlig ungehindert im Gästeblock auftauchen konnte“ (und den Angriff mit Sitzschalen begonnen hat, Anmk. d. Redaktion). „Nicht dass uns das grundsätzlich stören würde, aber die Frankfurter Fanszene wird wohl niemals eine werden, die sich einfach Sitzschalen an den Kopf werfen lässt und auf dererlei Provokationen nicht reagiert“, stellen die Ultras Frankfurt klar, und ernten dafür erstmal auch Kritik seitens anderer Fans mit den die SJF.-Readaktion gesprochen hat. Diese ärgen sich, dass nun zum wiederholten Male ein kleiner Kern der Ultras emotionale Akzente setzt, die – wie nun in Lüttich und wahrscheinlich London – zum Ausschluss aller Eintracht-Fans führt und am Ende die Mannschaft schwächt. „Die Fans sind für uns so wichtig, weil sie uns immer wieder aufmuntern und antreiben“, befand 2:0-Torschütze und Publikumsliebling Martin Hinteregegger nach dem Abpfiff am Donnerstag Abend.

UEFA mit Klugheit „bekämpfen“

Bei allem Verständnis für die Situation in Portugal, muss allen Eintracht-Fans klar sein, dass Gewalt in Fußballstadien, unten auf dem Rasen und oben auf den Tribünen keinen Platz haben darf und der „Klügere“ auf Provokationen auch „klug“ und nicht nach dem Motto „Auge um Auge .....“ reagieren darf. Nur auf diese Weise „bestraft“ man den Provokateur, stärkt seine eigene Mannschaft und baut sich eine gute Verhandlungposition auf. Kluge Reaktionen auf Provokationen werden auch Druck auf die UEFA aufbauen und „Gieskannen-Urteile“ unmöglich machen

Sportjugend Frankfurt stellt klar:

Gewalt darf nicht stattfinden!

Die Sportjugend Frankfurt (wir sind von vielen Menschen in Frankfurt wegen unserer Nähe zum Fanprojekt des Sportkreises um eine Stellungnahme zu diesem Vorfall gebeten worden) steht für ihr Leitbild „Sport gegen Gewalt“ und wird aus diesem aktuellen Anlass an dieser Stelle zeitnah Stellungnahmen und Ideen berufener Funktionäre veröffentlichen, die Wege aufzeigen, um dieses aktue Problem sukzessive zu lösen. Zudem sind auch die Fanbeauftragten von Eintracht-Fankfurt und dem vom Sportkreis Frankfurt organisierten „Fanprojekt“ aktuell extrem gefordert. jogo

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